Berliner Datenschutzbeauftrage kritisiert die „Stille SMS“

von Conrad S. Conrad

Die Anzahl der hierzulande verschickten SMS ist dank WhatsApp und Co. seit Jahren stark rückläufig. Der vor über 20 Jahren erstmals ins Leben gerufene Nachrichtenservice via Handy wird zwar weiterhin genutzt, erfreut sich jedoch immer weniger Popularität. Das gilt anscheinend nur für den Bürger und nicht für die Behörden.

Die Bundesbehörden sowie die Ermittlungsbehörden griffen im ersten Halbjahr 2016 jedoch so oft wie noch nie auf diese Technologie zurück, indem sie rund 210.000 so genannter „Stillen SMS“ an Verdächtigte bzw. Beschuldigte schickten. Darunter werden inhaltsleere SMS verstanden, die den Empfänger nie erkennbar erreichen, sondern lediglich einen „Stealth Ping“ übertragen. Der Betroffene erfährt daher weder optisch noch akustisch von der Datenübermittlung. Einzig fallen Verbindungsdaten beim Mobilfunkanbieter des Empfängers an, die allerdings nur wenige Vertragskunden tatsächlich abrufen und einsehen.

Eine heimliche Ortungsmethode

Mit dieser Methode können Ermittlungsbehörden die Ortung eines Mobilfunkgeräts vornehmen bzw. auf diese Weise datenschutzrechtlich brisante Bewegungsprofile erstellen. Dies stellt einen Eingriff in das Recht auf die informationelle Selbstbestimmung dar ...

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