Vorsicht Kamera! Fristlose Kündigung nach Foto beim Toilettengang

von K&K Bildungsmanufaktur

Der Einblick in die nebenliegende Kabine der Herrentoilette stellt in der Regel keinen Grund dar, der ohne vorherige Abmahnung den Ausspruch einer Kündigung rechtfertigt!

Der Fall

Ein Profi-Fußballspieler war fristlos gekündigt worden, nachdem er auf der Herrentoilette mit dem Handy ein Foto seines Cheftrainers in der Nebenkabine aufgenommen hatte. Zur Erklärung dieses Vorfalls gab der Kläger an, er habe dieses Foto aus einem Schreck heraus geschossen und dann sofort gelöscht. Doch wie kam es überhaupt dazu?

Der Kläger, Profifußballspieler der 3. Liga (mit befristetem Arbeitsvertrag ohne konkrete Klausel über eine zulässige ordentliche Kündigung während Vertragslaufzeit) befand sich auf der Herrentoilette eines Hotels und hörte, wie jemand die Nebenkabine betrat. Er nahm an, es sei ein Spielerkollege. Um mit diesem etwas zu besprechen und keine Interna auszuplaudern, wollte er sich mittels Handykamera rückversichern und in die Nachbarkabine sehen. Als dies der Cheftrainer, welcher sich in der Nachbarkabine aufhielt, lautstark bemerkte, löste sich aus dem Schreck heraus die Kamerafunktion und es wurde ein Foto geschossen. Der Kläger entschuldigte sich daraufhin und löschte das Foto.

Nach diesem Vorfall setzte der Cheftrainer den Spieler weiterhin ein, informierte aber 18 Tage später ein Mitglied des Vereinsvorstandes über das Geschehen. Daraufhin sprach der Verein, als Arbeitgeber, sieben Tage später eine fristlose Kündigung aus ...

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