WhatsApp Nummernweitergabe – Die AGB entbehren jeglicher Grundlage

von Karsten Gulden

WhatsApp will Telefonnummern sammeln und diese innerhalb der Familie auch an Facebook weitergeben. Nicht nur die Nummern der WhatsApp-Nutzer, sondern alle Nummern, die die eigenen Nutzer in ihren Kontakten haben. Das ist nach deutschem Recht unzulässig, interessiert aber keinen.

Was viele Nutzer ahnten wird nun offizielle Realität. Konzerne wie WhatsApp und Facebook sammeln die Daten ihrer Nutzer und wollen damit Geld verdienen. Das ist nicht weiter verwerflich. Wie sonst soll der „kostenfreie“ Messenger funktionieren? Blöd ist nur, dass nicht nur die eigenen Nutzer ausgezogen werden, sondern auch die unbeteiligten Kontakte der Nutzer. Das lässt sich mit unserem Rechtsverständnis nur schwer vereinbaren – zumindest mit dem Verständnis einiger Juristen, Datenschützer und Vereine.

Unternehmen, die WhatsApp nutzen, sollten unter keinen Umständen die neuen AGB bestätigen. Das würde zu einem massiven Datenschutzrechtsverstoß führen und kann teuer werden. Ich finde es ohnehin ein Unding, dass WhatsApp in Unternehmen zum Einsatz kommt. Kein Unternehmen kann den Datenschutz seiner Mitarbeiter gewährleisten, wenn WhatsApp oder Facebook in der Kommunikation zum Einsatz kommt. Welch ein Irrsinn. Aber das ist ein anderes Thema ...

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