Familie binnen zwei Jahren in 20 Verkehrsunfälle verwickelt – verdächtig, verdächtig…

von Alexander Gratz
pixabay.com

Der Beklagte zu 1) parkte seinen Lkw am Fahrbahnrand. Hinter dem Lkw parkte der Kläger seinen Pkw, den der Beklagte zu 1) in seinen Spiegeln nicht erkennen konnte. Unmittelbar vor dem Lkw war ein Wohnmobil abgestellt, so dass der Beklagte zu 1) zurücksetzte und auf das Fahrzeug des Klägers auffuhr. Im Prozess behaupteten die Beklagten, ein anderes Mitglied der Familie des Klägers, die binnen zwei Jahren in 20 Verkehrsunfälle verwickelt war, hätte das Wohnmobil absichtlich vor dem Lkw platziert, um beim Rückwärtsfahren einen Unfall zu provozieren. Auch das Gericht sah das Möglichkeit als nicht fernliegend, wenn auch nicht beweisbar an. Ausreichend waren weitere Indizien für einen provozierten Unfall: ein auch ansonsten auffälliger Erwerb von einem Fahrzeug der Luxusklasse durch den arbeitslosen Kläger vier Tage vor dem Unfall, die Abrechnung auf Gutachtenbasis sowie der anschließende Weiterverkauf des Fahrzeugs. Auch die Zeugin, die das ordnungsgemäße Abstellen des Fahrzeugs des Klägers sowie die Unfallfreiheit bestätigen konnte, war schon Zeugin bei anderen (Auffahr-)Unfällen, an denen ihre Familie beteiligt war, mehrfach provoziert durch ein abruptes Abbremsen an einer auf Gelb umspringenden Ampel (LG Köln, Urteil vom 24.02.2016 – 4 O 439/14).

Der Kläger macht Ansprüche aus einem behaupteten Verkehrsunfall geltend.

Der Kläger parkte am 04.08.2014 den auf ihn seit dem 30.07.2014 zugelassenen Pkw Daimler-Benz, amtliches Kennzeichen in Köln-D auf der … gegenüber der Hausnummer 79 in Fahrtrichtung am Fahrbahnrand ab. Der Beklagte zu 1) parkte den auf die Beklagte zu 2) zugelassenen und bei der Beklagten zu 3) versicherten Lkw mit dem amtlichen Kennzeichen … entgegen der Fahrtrichtung ebenfalls am Fahrbahnrand ab. Beim Zurücksetzen des Lkw fuhr er mit dem Heck auf das Heck des klägerischen Fahrzeuges auf ...

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