Arbeitsrecht: Volles Honorar trotz Rechtsschutzversicherung

Arbeitsrecht: Volles Honorar trotz Rechtsschutzversicherung

31. August 2016 · Beitrag von Torsten Paßmann in den Kategorien: Wissen

Anwälte, die sich auf Arbeitsrecht spezialisieren, haben viel mit Rechtsschutzversicherungen zu tun. Damit sind sie einigen besonderen Praktiken ausgesetzt, die sich in Teilen der Rechtsschutzbranche ausgebreitet haben. Eine davon: Geschäftsgebühren aus fadenscheinigen Gründen ablehnen. Bei der AnwVS beißen sie hier aber auf Granit.

Weil sie es können: 0,65‐Gebühr ablehnen

Unser Musteranwalt Árni Anwaldson übernimmt gelegentlich auch Mandate aus dem Arbeitsrecht – bevorzugt, wenn es nicht gegen die beiden Mustermandanten aus der Wirtschaft geht. Auf konfrontative Maßnahmen direkt zu Beginn verzichtet er aufgrund der geographischen Lage, man begegnet sich in ländlichen Regionen doch recht häufig, und aufgrund seines eigenen Charakters.

In der Praxis zeigt sich das beispielsweise, wenn er für einen gekündigten Arbeitnehmer tätig wird. Denn üblicherweise versucht er im ersten Schritt, das Problem mit einem Schreiben an den Arbeitgeber außergerichtlich aus der Welt zu schaffen. Mal reicht schon ein Schreiben, für das er eine Geschäftsgebühr von 1,3 abrechnen kann, mal geht ein Kündigungsschutzprozess vor Gericht und es erfolgt eine hälftige Gebührenanrechnung. Bei ihm ging alles gut, aber neulich hatte ihm ein alter Studienfreund erzählt, dass da der wirkliche Ärger oft erst anfange…“

Bei einigen Rechtsschutzversicherern ist es üblich geworden, diese 0,65‐Gebühr aus fadenscheinigen Gründen abzulehnen. Tenor: Das außergerichtliche Schreiben sei von vornherein überflüssig gewesen, weil es „sowieso immer zum Kündigungsschutzprozess“ komme ...

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