Urteil: Sorgfaltspflicht im Supermarkt

Oberlandesgericht Hamm, Urteil vom 06.06.2016 - 6 U 203/15 Urteil: Sorgfaltspflicht im Supermarkt Im vorliegenden Fall machte eine Kundin in einem Supermarkt einen Rückwärtsschritt, um einer Verkäuferin auszuweichen. Hierbei brachte sie eine andere Kundin zu Fall, die gerade an ihr vorbei gehen wollte. Die verletzte Kundin (Klägerin) sieht die Schuld bei der rückwärtsgehenden Kundin - zu Recht? Der Sachverhalt

Die Klägerin und die Beklagte befanden sich als Kundinnen in einem Supermarkt. Die Beklagte machte beim Abbiegen von einem Haupt- in einen Seitengang einen Schritt rückwärts, ohne sich zuvor umzusehen.

Nach ihren Angaben wollte sie eine ihr entgegen kommende Verkäuferin mit einer sog. Ameise nebst einer Palette vorbeilassen. Durch den Rückwärtschritt kam es zum Zusammenstoß mit der Klägerin, die aus einem Seitengang kommend die Beklagte an der Seite ihres Rückens passieren wollte.

Die Klägerin stürzte und zog sich den Bruch ihres Ellenbogens zu, der operativ versorgt werden musste. Im vorliegenden Rechtsstreit hat die Klägerin von der Beklagten - nach vorgerichtlich gezahlten 2.800 Euro - weiteren Schadensersatz verlangt, unter anderem ein weiteres Schmerzensgeld von 9.700 Euro und die Feststellung der Ersatzpflicht für künftige Schäden.

Die Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm

Nach Urteil des Oberlandesgerichts Hamm (Az. 6 U 203/15) war die Schadensersatzklage im Hinblick auf den Feststellungsantrag teilweise erfolgreich.

Die Beklagte ist der Klägerin gem. § 823 Abs. 1 BGB dem Grunde nach zum Schadensersatz verpflichtet, weil sie durch ein schuldhaftes Verhalten eine Körperverletzung der Klägerin herbeigeführt hat ...

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