BGH: Irreführendes Geo-Targeting ist Wettbewerbsverstoß

Ein Wettbewerbsverstoß liegt auch dann vor, wenn ein lokal begrenzt tätiges Unternehmen Bannerwerbung schaltet und mittels Geo-Targeting 95% der Abrufe auf das Bundesland beschrönkt sind. Für eine Irreführung reicht es aus, wenn 5% der Besucher in die Irre geführt werden (BGH, Urt. v. 28.04.2016 - Az.: I ZR 23/15).

Die Beklagte bot nur im Bundesland Baden-Würrtemberg seine Telekommunikations-Dienstleistungen an. Sie schaltete online Bannerwerbung unter Zuhilfenahme von Geo-Targeting. 95% der Anzeigen erschienen daher lediglich für Surfer aus Baden-Würrtemberg. 5% waren jedoch Streuverlust, d.h. die Werbung konnten auch Besucher aus anderen Bundesländern sehen ...

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