Ältere Verkehrsteilnehmer – ein Risiko?

Gemäß § 2 Abs. 4 Straßenverkehrsgesetz (StVG) ist zum Führen von Kraftfahrzeugen geeignet, wer die notwendigen körperlichen und geistigen Anforderungen erfüllt. Auch in § 11 Fahrerlaubnisverordnung (FeV) ist festgehalten, dass Bewerber um eine Fahrerlaubnis die hierfür notwendigen körperlichen und geistigen Anforderungen erfüllen müssen. Im Alter nehmen häufig die Seh- und Hörfähigkeit, das Reaktionsvermögen und die Beweglichkeit ab. Als „ältere“ Verkehrsteilnehmer werden solche bezeichnet, welche mindestens das 65. Lebensjahr erreicht haben. Nimmt nach dem Erwerb der Fahrerlaubnis der Verkehrsteilnehmer beanstandungsfrei am Straßenverkehr teil, so ist in Deutschland eine regelmäßige Überprüfung der körperlichen und geistigen Anforderungen nicht vorgesehen. Anders verhält es sich in vielen europäischen Ländern.

In Großbritannien, Schweden, Dänemark, den Niederlanden und Spanien ereignen sich im Vergleich zu Deutschland statistisch gesehen weniger Verkehrsunfälle mit älteren Verkehrsteilnehmern. Bezeichnend ist, dass gerade in diesen Ländern spätestens ab dem 70. Lebensjahr regelmäßige Gesundheits-Checks obligatorisch sind. Bemerkenswert ist darüber hinaus die Tatsache, dass Briten ab dem 60. Lebensjahr erhebliche Rabatte im öffentlichen Nahverkehr erhalten.

Bei der Beurteilung, ob eine regelmäßige körperliche Untersuchung auf Fahreignung sinnvoll wäre, lohnt ein Blick auf die Statistik.

Nicht angepasste Geschwindigkeit ist bei jüngeren Autofahrern die häufigste Unfallursache, bei älteren Verkehrsteilnehmern nur in 4,7 %. Die mit Reaktionszeit und Überblick zusammenhängenden Verkehrssituationen wie Vorfahrt, Abbiegen, Wenden, An- und Rückwärtsfahren bilden jedoch in insgesamt 34,7 % die Hauptursache bei Unfällen älterer Verkehrsteilnehmer.

Verglichen mit den außergewöhnlich hohen absoluten Unfallzahlen sehr junger Autofahrer schneiden ältere Verkehrsteilnehmer aber relativ gut ab ...

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