„Ich stech‘ Dich ab“ - Kündigung

„Ich stech‘ Dich ab“ - Kündigung von Prof. Dr. Markus Stoffels, veröffentlicht am 28.08.2016

Arbeitnehmer haben sicherlich nicht selten Grund, sich über das Verhalten ihrer Vorgesetzten zu ärgern. Es ist ihnen auch nicht verwehrt, in sachlicher Weise Kritik am Führungsverhalten zu äußern und ihre Meinung zu sagen. Problematisch und kündigungsrelevant werden hingegen Erklärungen, die grob beleidigenden Charakter haben oder durch die sich der Arbeitgeber bedroht fühlen darf. Auch spontane Erregung rechtfertigt solche gravierenden Entgleisungen nicht. Auf dieser Linie liegt ein Urteil des ArbG Düsseldorf vom 15.08.2016 (7 Ca 415/15, PM 53/16). In diesem noch nicht rechtskräftig entschiedenen Fall hat der beklagte Arbeitgeber (das Landeskriminalamt) seinem seit 1988 beschäftigten Arbeitnehmer außerordentlich gekündigt. Der Arbeitgeber begründet die Kündigung damit, es bestehe der dringende Verdacht, der Arbeitnehmer habe seinen Vorgesetzten in einem Telefonat massiv mit den Worten „Ich stech‘ Dich ab“ bedroht. Hintergrund sollen frühere Konflikte zwischen beiden anlässlich einer Personalratswahl gewesen sein ...

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