Elterngeldberater, BAföG-Berater und Rentenberater – Grenzen der Freiberuflichkeit

Villeicht geht es Ihnen so ähnlich wie mir und Sie haben von den im Titel aufgezählten Berufsgruppen noch nie gehört – dennoch werfen Elterngeldberater, BAföG-Berater und Rentenberater aktuell steuerliche Fragen auf:

Werden gewerbliche oder freiberufliche Einkünfte erzielt?

Als freiberuflich im Sinne des § 18 EStG gelten neben wissenschaftlichen, künstlerischen, schriftstellerischen, unterrichtenden und erzieherischen Tätigkeiten auch die Tätigkeiten in den sog. Katalogberufen und diesen ähnlichen Berufen.

Insbesondere die Ähnlichkeit einer Berufstätigkeit mit einem Katalogberuf hat in der Vergangenheit öfters die Finanzgerichte beschäftigt.

Dabei standen bisher vor allem den Heilberufen, den Ingenieuren und den wirtschaftberatenden Tätigkeiten ähnliche Berufe in Streit. Exemplarisch sei hierbei auf die Vielzahl von Einzelfallentscheidungen rund um EDV-Berater verwiesen.

Derzeit führen – soweit ersichtlich – in dieser Form erstmalig dem Katalogberuf des Rechtsanwalts ähnliche Berufstätigkeiten zu Abgrenzungsproblemen.

Zur Frage, ob ein nicht als Rechtsanwalt zugelassener Rentenberater freiberufliche Einkünfte erzielt, ist derzeit ein Revisionsverfahren unter Az. VIII R 2/16 anhängig. Vergleichbare Problemfragen stellen sich bei der Bestimmung der Einkunftsart der beiden neueren Berufszweige der privaten Elterngeldberatungbzw. BAföG-Beratung ...

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