WhatsApp-Nutzerdaten für Facebook: Widerspruch!

von Martin Steiger

Anfang 2014 kaufte Facebook den Instant Messenger-WhatsApp für rund 16 Milliarden Dollar. Facebook bezahlte in erster Linie für den Zugang zu den damals 450 Millionen WhatsApp-Nutzern – ein «teures Telefonbuch»!

WhatsApp hatte damals betont, Nutzerdaten würden niemandem verkauft, behielt sich aber vor, solche Daten an einen allfälligen Käufer zu übertragen.

Nun möchte Facebook tatsächlich auf das «teure Telefonbuch» zugreifen und hat deshalb die Nutzungsbedingungen per 25. August 2016 angepasst. Die WhatsApp-Nutzerdaten sollen unter anderem für stärker personalisierte Werbung auf Facebook verwendet werden können, während die Inhalte von Nachrichten aber weiterhin vollständig verschlüsselt bleiben.

Alle Nutzerinnen und Nutzer müssen für die weitere WhatsApp-Nutzung den angepassten Nutzungsbedingungen einschliesslich Datenschutzerklärung bis spätestens am 25. September 2016 zustimmen. Auf dem entsprechenden Bildschirm wird Facebook zwar nicht direkt erwähnt, doch haben WhatsApp-Nutzer zwei Möglichkeiten um der Übertragung von WhatsApp-Kontoangaben («WhatsApp-Account-Informationen») an Facebook zu widersprechen:

Widerspruch: Jetzt oder spätestens in 30 Tagen

Möglichkeit 1: Auf dem Bildschirm mit den angepassten Nutzungsbedingungen tippt man auf «Lies mehr […]» anstatt auf «Zustimmen». Danach kann man folgende Einstellung deaktivieren:

«Meine WhatsApp-Account-Informationen mit Facebook teilen, um meine Erlebnisse mit Werbung und Produkten auf Facebook zu verbessern. […]»

Möglichkeit 2: Wer den angepassten Nutzungsbedingungen bereits ohne Widerspruch zugestimmt hat, kann während weiteren 30 Tagen «Meine Account-Info teilen» in den Konto-Einstellungen in der App deaktivieren ...

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