Ansprüche bei unerlaubter Bildveröffentlichung

André Stämmler 27. August 2016

Das Teilen und Veröffentlichen von Bildern und Texten ist dank sozialer Netzwerke wie Facebook, Twitter, Google+, Instagram ... so einfach wie nie zuvor. Da ist schnell der Schnappschuss vom leckeren Mittagessen, dem romantischen Sonnenuntergang im Urlaub oder dem peinlichen Ausfall des Kommilitonen auf der Party von letzter Nacht ins Netz gestellt. Handy raus, abgedrückt, Upload auf Facebook und Likes kassieren. Jeder macht´s, ich auch, ganz klar. Meist sind die Fotos harmlos, lustig, romantisch oder einfach nur schön.

Was aber wenn es nicht mehr um Essen und Sonnenuntergänge geht? Plötzlich tauchen da Fotos von mir oder meinem Kind auf,. Die Fotos wollte ich so nie mit der Öffentlichkeit teilen? Ganz gleich, ob das Foto peinlich ist oder nicht. Manche Bilder will man einfach nicht mit jedem teilen. Das kann ein harmloses Foto der 4-jährigen Tochter sein, welches als „Geburtstagsüberraschung“ durch Bekannte einer Zeitung zugestellt wurde. Das man vielleicht die Fotos der eigenen Kinder nicht im Internet sehen will, wurde irgendwie vergessen. Oder man stelle sich vor, man findet sein Foto plötzlich im Zusammenhang mit dem Vorwurf einer Straftat, ohne dass man irgendetwas gemacht hat? Der Ruf kann dadurch schnell ruiniert sein. Die Hemmungen zur Bildveröffentlichung sind heute gering. Egal ob man in böser Absicht handelt oder einfach nicht nachgedacht hat, eine Bildveröffentlichung kann unangenehme Folgen haben.

Wurde ein Foto von mir ohne meine Erlaubnis veröffentlicht, liegt ein Eingriff in mein „Recht am eigenen Bild“ vor. Das Recht am eigenen Bild ist eine Untergruppe des Allgemeinen Persönlichkeitsrechts und damit ein Grundrecht. Einen ausführlichen Artikel zum Recht am eigenen Bild und wann Bildveröffentlichungen erlaubt sind, habe ich hier bereits vor einiger Zeit veröffentlicht ...

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