„Wenn ich die zwei Fratzen da drüben sehen muss…“

von Thorsten Blaufelder

Wer sich in einem Gerichtssaal nicht zu benehmen weiß, muss mit einem Ordnungsgeld rechnen. Bezeichnet ein Kläger in einem Gerichtsverfahren die Gegenseite und deren anwaltlichen Vertreter als „Fratzen“, kann wegen ungebührlichen Verhaltens ein Ordnungsgeld in Höhe von 200,00 € fällig werden, entschied das Oberlandesgericht (OLG) Karlsruhe in einem am Mittwoch, 24.08.2016, veröffentlichten Beschluss (AZ: 11 W 75/16).

Konkret ging es um einen Vermieter, der von einem Fitness-Center-Betreiber Forderungen aus einem gewerblichen Mietverhältnis geltend machte. Der Mann fiel vor dem Amtsgericht bereits mit lauter Stimme auf und wurde von dem Vorsitzenden Richter entsprechend ermahnt. Daraufhin erwiderte der Kläger: „Ich möchte dem da drüben jetzt etwas an die Krawatte sagen“.

Der Anwalt des Mannes forderte diesen auf, lieber ruhig zu sein. Dies sei aber nicht sein Naturell, so der Kläger und entgegnete leise, aber für alle hörbar: „Wenn ich die zwei Fratzen da drüben sehen muss …“ ...

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