DSL und VSD

Jeder, der nicht nur ganz am Anfang der juristischen Ausbildung steht, weiß, was sich hinter diesen Kürzeln verbirgt, nämlich die Drittschadensliquidation und der Vertrag mit Schutzwirkung zugunsten Dritter. So klar den meisten Studenten diese Abkürzungen sind, so viele Probleme bestehen allerdings in der Handhabung der beiden Rechtsinstitute in einem Gutachten. Oft besteht Verzweiflung, wie man denn überhaupt an eine Prüfung der Ansprüche herangehen soll. Denn in vielen Lehrbüchern wird nur abstrakt von bestimmten Voraussetzungen gesprochen, wobei allerdings nicht deutlich wird, wie man diese Voraussetzungen in eine Anspruchsprüfung einbaut.


Allgemein wird bei der DSL geprüft:


1. Anspruchsinhaber hat Anspruch, aber keinen Schaden

2. Geschädigter hat Schaden, aber keinen Anspruch

3. Zufällige Schadensverlagerung

a) obligatorische Gefahrenentlastung

b) Mittelbaren Stellvertretung

c) Obhut für fremde Sachen

d) Vertragliche Vereinbarung

Hier sei angemerkt, dass der Bundesgerichtshof in der neuesten Rechtsprechung deutlich gemacht hat, dass entgegen vielen Stimmen in der Literatur die ersten drei Fallgruppen gerade nicht abschließend sind, sondern weitere Möglichkeiten einer DSL bestehen können, wie etwa bei bestimmten vertraglichen Absprachen.


Bei einem Vertrag mit Schutzwirkung zugunsten Drittersollen folgende Voraussetzungen angesprochen werden:


1. Leistungsnähe des Dritten

2. Gläubigernähe

3. Erkennbarkeit des Kreises der Dritten

4 ...

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