Erweiterung der aut-idem-Arzneimittel-Liste

Erweiterung der aut-idem-Arzneimittel-Liste von Gastautor am 24. August 2016, Rubrik: Allgemein, Arzneimittelrecht

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat in seiner Sitzung am 21. April 2016 beschlossen, die Richtlinie über die Verordnung von Arzneimitteln in der vertragsärztlichen Versorgung (Arzneimittel-Richtlinie) in der Fassung vom 18. Dezember 2008/ 22. Januar 2009 (BAnz. Nr. 49a vom 31. März 2009), zuletzt geändert am 02. Juni 2016 (BAnz AT 17.06.2016 B6), dahingehend zu ändern, dass Arzneimittel zu bestimmen sind, deren Ersetzung durch wirkstoffgleiche Arzneimittel ausgeschlossen ist (2. Tranche).

Um die Arzneimittelausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung zu senken, wurden die Apotheker seit 2002 dazu verpflichtet, auf eingereichte Rezepte grundsätzlich eines der kostengünstigsten Präparate abzugeben. Man spricht von der sogenannten „Aut-idem Regelung“. „Aut idem“ ist lateinisch und bedeutet „oder das Gleiche“. Damit ist gemeint, dass der Apotheker ein verordnetes Arzneimittel gegen ein anderes, wirkstoffgleiches Arzneimittel austauschen kann. Oft handelt es sich hierbei um ein Generikum, also ein wirkungsgleiches Produkt eines nicht mehr patentgeschützten Originalmedikaments. Welches Präparat man nun bekommt, hängt letztlich von verschiedenen Faktoren ab. Unter anderem davon, ob die Krankenkasse des Patienten für das verschriebene Arzneimittel einen Rabattvertrag abgeschlossen hat. Die Präparate müssen jedoch in Wirkstoff, Dosierung und Packungsgröße identisch und für denselben Anwendungsbereich zugelassen sein. Aber auch die Darreichungsform muss vergleichbar bzw. austauschbar sein ...

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