Staatsanwalt vs. Staatsanwalt

Eine Konfrontation der besonderen Art gibt es aktuell vor dem Amtsgericht Frankfurt am Main. Dass das Studium der Rechtswissenschaften und der Ausbildungsweg im Gang des Referendariats noch nicht zu einem rechtschaffenen Menschen macht, erscheint logisch. Recht kennen heißt noch lange nicht Recht tun.
So musste sich nun ein (mittlerweile suspendierter) Staatsanwalt vor Gericht verantworten.
Er soll unrechtmäßig Schreiben auf dem Briefpapier der Staatsanwaltschaft verfasst, einen Polizisten geschlagen und in einen Konflikt mit den Türstehern einer Diskothek geraten sein.
Ein Urteil ist bisher nicht gefallen, der Prozess begann mit Entschuldigungen von Seiten des Angeklagten.

Im November 2014 setzte der Staatsanwalt ein Schreiben auf. Adressiert war dieses an die Frau eines Freundes, die darin aufgefordert wurde, Sachen ihres getrenntlebenden Mannes herauszugeben.
Der Staatsanwalt drohte ihr mit rechtlichen Schritten. Vor Gericht erläuterte er nun, dass es sich unter Anderem um eine Skiausrüstung gehandelt habe und er gehandelt habe, um der Frau weiteren Ärger zu ersparen. Die möglichen disziplinarischen Konsequenzen seien ihm nicht bewusst gewesen.

Der Konflikt mit den Türstehern ereignete sich ebenfalls 2014. Es ging namentlich um den Club Gibson, zu dem ihm der Zutritt verwehrt wurde ...

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