Der Mauerschäden- Fall (angelehnt an: BGH v. 18.12.2015 – V ZR 55/15)

Lösungsskizze

A. Schadensersatzanspruch nach § 280 I BGB i.V.m nachbarschaftlichen Gemeinschaftsverhältnis

I. Schuldverhältnis (P)

e.A.: Nachbarschaftliches Gemeinschaftsverhältnis (+)

BGH: Nachbarschaftliches Gemeinschaftsverhältnis (-)

II. Ergebnis (-)

B. Anspruch aus § 14 NachbarG NRW

I. Nachbarwand i.S.d § 7 NachbarG NRW

Hier: vielmehr Grenzwand i.S.d. § 19 NachbarG NRW, damit keine Nachbarwand

II. Ergebnis (-)

C. Anspruch aus § 823 I BGB

I. Rechtsgutsverletzung

Hier Eigentum (+)

II. Verletzungshandlung

(P) Keine unmittelbare Verursachung durch B, aber Abrissunternehmen beauftragt

III. Haftungsbegründende Kausalität

IV. Rechtswidrigkeit

V. Verschulden

VI. Schaden

VII. Haftungsausfüllende Kausalität

VIII. Ergebnis (+)

D. Anspruch aus § 823 II BGB i.V.m. § 922 S. 3 BGB

I. Schutzgesetz (+)

II. Verletzung des Schutzgesetzes

(P) Hauswand keine Grenzanlage i.S.d. § 921 BGB

III. Ergebnis (-)

E. Anspruch aus § 831 I BGB

(P) Verrichtungsgehilfe (-)

F. Anspruch aus § 906 II 2 BGB

(P) Duldungspflicht des K (-)

G. Anspruch aus § 906 II 2 BGB analog

(-), da subsidiär zu § 823 I BGB

Gutachten

A. Schadensersatzanspruch nach § 280 I BGB i.V.m nachbarschaftlichen Gemeinschaftsverhältnis
K könnte gegen B einen vertraglichen Schadensersatzanspruch aus § 280 I BGB haben.

I. Schuldverhältnis
Fraglich ist jedoch, ob ein Schuldverhältnis i.S.d. § 280 I BGB vorliegt. In Betracht könnte ein nachbarschaftliches Gemeinschaftsverhältnis kommen. Der Gedanke des nachbarschaftlichen Gemeinschaftsverhältnisses beruht auf der besonderen nachbarlichen Nähebeziehung, aus der sich besondere Rücksichtspflichten ergeben können. Umstritten ist, ob dieses Konstrukt so weit geht, dass es schadensersatzrechtliche Ansprüche begründen soll ...

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