Der humorvolle Cartoon-Richter

von Andreas Stephan

Juristen wird immer wieder nachgesagt, sie seien nicht gerade die humorvollste Berufsgruppe. Wie kann jemand, der sich für eine -angeblich- so trockene Materie wie die Juristerei interessiert, noch einen Sinn für Humor haben? Dass dies durchaus möglich ist, beweist Tim Oliver Feicke, seines Zeichens Cartoonist und Richter.

Der in Hamburg lebende Feicke ist schon seit jeher begeistert von Comics. Los ging es mit Asterix und Obelix in seiner Jugend. Dann folgten erste Versuche, Cartoons selbst zu zeichnen. Zunächst im Kreis der Familie und für Freunde, später dann für Schüler- und Studentenzeitungen. Mittlerweile ist der 45-Jährige Vater von vier Kindern und Jugendstrafrichter in Elmshorn. Seine Leidenschaft für Cartoons hat er nicht verloren, ganz im Gegenteil: Neben seiner Haupttätigkeit als Richter zeichnet Feicke in seiner Freizeit weiter. Speziell Cartoons mit juristischem Bezug zeichnet er gerne. So kam es auch, dass er mit seinen Zeichnungen regelmäßig in juristischen Fachzeitschriften vertreten ist, beispielsweise in der Deutschen Richterzeitung oder in der RENOpraxis. Auch in Tageszeitungen und im Satire-Magazin Eulenspiegel sind seine Cartoons gefragt.

Die juristischen Cartoons sind in erster Linie als „Insider-und Branchenwitze“ konzipiert, sagt Feicke. Mittlerweile hat er Anfragen nach signierten Zeichnungen und Büchern sowie Ausstellungen aus ganz Deutschland. Seine Juristencartoons in DIN-A4-Größe sind schon bei vielen Aufstellungen in Gerichten zu sehen gewesen. Im Februar 2016 konnte man seine Cartoons am Bundessozialgericht in Kassel bewundern, im Herbst steht das Landgericht in Itzehoe auf dem Terminkalender. Interessierte Gerichtspräsidenten und Direktoren können sich gerne bei ihm melden.

Neben seiner Leidenschaft für Cartoons sammelt Feicke „Aktenperlen“: kuriose Rechtsfälle, Stilblüten und Verschreiber aus Schriftsätzen und Gerichtsakten ...

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