Hundekot-Paparazzi sind verboten

von Conrad S. Conrad

Wer ist nicht schon einmal ungewollt in einen Hundehaufen getreten. Noch ärgerlicher ist es, wenn es auf dem Weg zum wichtigen Businessmeeting passiert und die teuren italienischen Lederschuhe nun nach Hundekot stinken.

Seit einigen Jahren existieren in den einzelnen Bundesländern verschiedene Gesetze oder Verordnungen, die Hundebesitzer unter anderem dazu verpflichten, das Überbleibsel vom großen Geschäft des Hundes in der Öffentlichkeit aufzuheben und mittels Hundekotbeutel ordnungsgemäß zu entsorgen. Doch ab und zu bleibt halt mal ein Häufchen liegen, was seit kurzem in Berlin sogar mit 35 Euro Bußgeld geahndet werden kann.

Einem Bürgermeister in Sachsen-Anhalt stank die Gewissenhaftigkeit der Härchen anscheinend zum Himmel. Denn – wie aus dem aktuellen Tätigkeitsbericht des Landesbeauftragen für den Datenschutz in Sachsen-Anhalts hervorgeht (S. 146) – rief dieser die Bürger seines Dorfes dazu auf, diejenigen Hundehalter bei ihm anzuschwärzen, die sich nicht um den Hundekot ihres Schützlings kümmern. Wer also Zeuge dieser Ordnungswidrigkeit wird, solle einfach zum Smartphone greifen und ein Foto von der Übeltat machen und dieses anschließend an ihn bzw ...

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