Prozessautomation in der Steuerkanzlei – wohin geht die Reise?

von Christian Herold

Die Digitalisierung schreitet auch in den Steuerkanzleien weiter fort. Immer mehr Prozesse werden automatisiert erledigt. Zum einen Teil sind Steuerberater und ihre Mitarbeiter Getriebene der Entwicklung (Stichwort „E-Bilanz“), zum anderen Teil treiben sie die Entwicklung selbst voran (Stichwort „Unternehmen online“). Doch wohin geht die Reise? Werden wir alle eines Tages arbeitslos?

Ganz so düster sehe ich die Sache nicht. Hätte man allen Voraussagen aus der Vergangenheit Glauben geschenkt, wären wir schon längst Opfer der Automatisierung und überflüssig. Allerdings beobachte ich in jüngster Zeit, dass sowohl Steuerberater und dem Berufsstand nahe stehende Unternehmen als auch eigentlich branchenfremde Unternehmen an Lösungen arbeiten, die die Digitalisierung von Arbeitsschritten beschleunigen werden. Oft sind die Lösungen aus der blanken Not und ohne vorrangiges kommerzielles Interesse heraus entwickelt worden, einfach weil Steuerkanzleien in bestimmten Regionen kein ausreichend qualifiziertes Personal finden. Teilweise sind aber natürlich auch handfeste wirtschaftliche Interessen mit der Programmentwicklung verbunden. Ich beobachte das Geschehen mit großer Spannung.

So ist mir jüngst von einem Steuerberater ein automatisches Email-Beantwortungssystem vorgestellt worden, das dieser zunächst nur intern und später möglicherweise auch extern einsetzt. Warum jede Email neu schreiben? Warum nicht automatisierte Emails mit bestimmten Datev-Prozessen verknüpfen? Mir wurde auch ein System gezeigt, das „Unternehmen online“ für den „kleinen Mandanten“ herunterbricht und a) mit geringem Aufwand und b) fast selbsterklärend eine digitale Schnittstelle zum Berater schafft ...

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