Datenschutz und IT-Sicherheit beim Iris-Scan

von Conrad S. Conrad

Das Passwort ist ein Auslaufmodell. Die Anzahl und zunehmende Komplexität der Passwörter überfordern den User oft. Die biometrische Identifikation des Berechtigten soll für mehr Benutzerfreundlichkeit und zusätzliche Sicherheit sorgen. Touch-ID bzw. Fingerprint-Sensoren sind bei Mobiltelefonen bereits üblich. Die nächste Generation der Smartphones könnte auf Iris-Scanner setzen, um den Besitzer mittels Frontkamera bzw. Infrarotkamera am Handy zu authentifizieren. Zumindest die nächsten „Flaggschiffe“ aus dem Hause Samsung, Microsoft und Apple werden möglicherweise auf diese Technologie setzen, durch die die Regenbogenhaut des menschlichen Auges nachgezeichnet und anschließend in einem Programm zum Vergleich in verschlüsselter Form abgespeichert wird. Das Prozedere soll rund eine Sekunde dauern.

Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V. (Bitkom) lobte schon im Jahre 2014 die neuen Sicherheitskonzepte beim Banking auf Grundlage von biometrischen Daten, die nicht nur die Sicherheitskontrollen verstärken, sondern auch den Komfort des Benutzers steigern würden. Passwörter können erraten oder vergessen werden, das genetisch bedingte Muster an Haut oder der Iris bliebe immer.

Das Iris-Scan Verfahren hat zudem den Vorteil, dass dieser Schlüssel universeller einsetzbar ist – anders als bei Passwörtern, die der Benutzer für jedes Gerät oder jeden Login-In-Bereich individuell festlegt.

Risiken der biometrischen Zugangskontrolle

Trotz der vom Bitkom aufgezeigten Argumente, bestehen viele Bedenken beim Einsatz biometrischer Daten für die Zugangskontrolle.

So zeigte der Chaos Computer Club schon vor fast zwei Jahren auf dem 31. Chaos Communication Congress (31C3) in Hamburg die gravierende Schwäche der Iris-Kontrolle auf, indem der Hacker Jan Krissler einen theoretischen biometrischen Schlüssel von Bundeskanzlerin Angela Merkel erstellte ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK