Berufsbezeichnung „Psychologe“ durch Fortbildung?

von Christopher A. Wolf

Darf ein Anbieter berufsbegleitender Fortbildungen seine Lehrgänge mit dem Erlangen der Berufsbezeichnung „Betriebspsychologe (FH)“, Organisationspsychologe (FH)“ oder Kommunikationspsychologe (FH)“ bewerben? Ein Verein zur Interessenvertretung von Psychologen hielt dies für wettbewerbswidrig, soweit die Fortbildungen nicht auf einem Hochschulstudium der Psychologie aufbauen.

Ein Verein zur Förderung der beruflichen Interessen von Psychologen klagte gegen die Werbung eines Anbieters von berufsbegleitenden Weiterbildungen, welcher seinen Absolventen ein „Hochschul-Zertifikat“ mit dem Titel eines Betriebs-, Organisations- oder Kommunikationspsychologen (FH) in Zusammenarbeit mit einer Fachhochschule verlieh.

Der Verein warf dem Fortbildungsinstitut vor, mit der Bewerbung dieser geschützten Berufsbezeichnung beim Verkehr den Anschein zu erwecken, die Absolventen ihrer Kurse dürften diese Berufsbezeichnung auch ohne vorheriges Psychologiestudium führen und klagte auf Unterlassung wegen wettbewerbswidriger Irreführung.

Das Landgericht Lübeck gab der Unterlassungsklage in erster Instanz statt und untersagte dem Fortbildungsinstitut die Bewerbung der Berufsbezeichnung „Betriebspsychologe (FH)“, Organisationspsychologe (FH)“ und/ oder Kommunikationspsychologe (FH).

Entscheidung des Gerichts

Das Oberlandesgericht Schleswig-Holstein entschied mit Urteil vom 21.07.2016 (Az ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK