US-Verbraucherschutzbehörde geht gegen nicht offengelegte bezahlte Werbeempfehlungen vor

Die US-Verbraucherschutzbehörde (Federal Trade Commission) hat im Rahmen einer einverständlichen Entscheidung das Unternehmen Warner Bros. Home Entertainment verpflichtet, bei Werbekampagnen in adäquater Weise darauf hinzuweisen, dass Empfehlungen von Dritten für ein Produkt (hier ein Videospiel auf YouTube) bezahlt wurden. Warner Bros. hat in der Videoszene maßgebliche Personen dafür bezahlt, Videos bei YouTube zum Kauf des beworbenen Videospiels zu platzieren. Diese Entscheidung hat weitreichende Auswirkungen und verpflichtet Unternehmen in klarer und eindeutiger Weise auf bezahlte Empfehlungen von Dritten bei Werbemaßnahmen hinzuweisen. Sie hat auch Bedeutung für deutsche Onlinehändler, die in den USA für Ihre Produkte werben.

1. Rechtsgrundlage für das Eingreifen der Federal Trade Commission (FTC)

Gem. Section 5 Federal Trade Commission ACT kann die FTC im Interesse der Verbraucher bei unfairen und betrügerischen Handelspraktiken eingreifen.

Handelspraktiken sind betrügerisch,

- wenn sie einen Verbraucher in die Irre führen und
- wenn sie das Verhalten des Verbraucher über ein Produkt oder eine Dienstleistung beeinflussen.
Handelspraktiken sind unfair, wenn der Schaden, der verursacht wurde oder wahrscheinlich verursacht wird,
- erheblich ist,
- nicht durch andere Vorteile aufgewogen wird
- und vernünftigerweise unvermeidlich ist.

Der VW-Konzern hat das Eingreifen der FTC auf dieser Rechtsgrundlage bei dem Abgasskandal sehr zu seinem Leidwesen zu spüren bekommen.

2. FTC kann auch gegen deutsche Onlinehändler bei Werbung in den USA vorgehen

Deutsche Onlinehändler, die für ihre Produkte auf ihrer Webseite US-Kunden bewerben, sind gegen Maßnahmen der FTC nicht gefeit. Der Hinweis auf einen Geschäftssitz in den USA hilft hier nicht weiter ...

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