Ungetraut ein Haus gebaut

Wollen sich Unverheiratete eine Immobilie zulegen, gibt es viel zu regeln.

Wenn in einer „wilden Ehe“, einer sogenannten nichtehelichen Lebensgemeinschaft (neLG) ein Paar zusammen eine Immobilie erwirbt oder ein Haus baut, werden oftmals Fragen vernachlässigt, die sich bei einer Trennung zum Problem auswachsen. Es empfiehlt sich daher dringend schon früh klare Regelungen über Auseinandersetzung und Ausgleich im Fall der Trennung zu vereinbaren.

Gar nicht selten sind die Fälle, in denen ein Partner lediglich den Immobilienerwerb des anderen mitfinanziert, ohne selbst Miteigentümer zu werden. Typischerweise hat in derartigen Fällen einer der Partner den Bauplatz oder die sanierungsbedürftige Immobilie aufgrund einer Übertragung im Wege vorweggenommener Erbfolge oder aufgrund eines Erbfalls bereits zu Alleineigentum gehabt.

In diesen Fällen ist es egal, wieviel Eigenkapital der Partner beisteuert, welche Zins- und Tilgungsleistungen er erbringt oder welche Arbeitsleistungen er in den Bau bzw. Umbau der Immobilie investiert. Dem mitzahlenden Partner gehört nichts! Grundsätzlich gilt hier die Empfehlung: Besser miterwerben statt nur mitzuzahlen! Allerdings bei einer Bestandsimmobilie oder einem wertvollen Bauplatz sollte der Miterwerb durch „Umschreibung des Grundbesitzes“ sorgfältig überlegt sein. Bei dieser Teilumschreibung kann es sich um eine schenkungsähnliche sogenannte unbenannte Zuwendung unter nichtehelichen Lebenspartnern handeln, für die das Familienwohnheimprivileg des § 13 I. 4 a ErbStG -mangels Heirat- nicht gilt. Erhebliche Schenkungssteuerbelastungen können damit anfallen, zumal den Partnern einer neLG in der Steuerklasse III mit einem Steuersatz von 30 % lediglich ein Freibetrag von 20.000,00 EUR zugebilligt wird ...

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