IFRS 16 – Wann ist er anzuwenden?

von Robin Mujkanovic

Bereits in einem früheren Blog war ich auf die neue Leasingbilanzierung nach IFRS 16 kurz eingegangen. Es bleibt zwar bis zur Erstanwendungspflicht ab dem 1. Januar 2019, vorausgesetzt es kommt zur Übernahme durch die Europäische Union, noch etwas Zeit. Die erheblichen Veränderungen der Leasingnehmerbilanzierung, insbesondere die Abbildung grundsätzlich jedes Leasingverhältnisses entsprechend des Nutzungsrechts (right-of-use) bei gleichzeitiger Passivierung einer Leasingverbindlichkeit, erfordern jedoch eine frühzeitige Beschäftigung. Dies betrifft nicht nur die prozessualen Voraussetzungen im Rechnungswesen, um den Leasingstandard richtig anwenden zu können. Auch die Folgen können erheblich sein, weil wichtige Finanzkennziffern, wie etwa EBIT, EBITDA, ROCE, Eigenkapitalquote, Verschuldungsgrad oder statische Liquiditätskennziffern sich künftig deutlich anders darstellen können. Nachfolgend will ich beginnen, einige Detailfragen zu den Leasingregelungen zu erörtern.

Verträge sind daraufhin zu prüfen, ob überhaupt ein Leasingverhältnis im Sinne von IFRS 16 vorliegt, worauf künftig weiter eingegangen wird. Bestimmte Geschäfte sind von vorneherein aus dem Anwendungsbereich der Neuregelung ausgeschlossen (IFRS 16.3):

Leasingverhältnisse im Zusammenhang mit der Exploration und Verarbeitung nicht-regenerativer Ressourcen, wie Mineralien, Öl oder Erdgas Leasing von biologischen Vermögenswerten i.S. von IAS 41Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen i.S. von IFRIC 12, bei denen ein Privatunternehmen Infrastruktureinrichtungen für die öffentliche Hand errichtet oder verbessert, etwa einen Autobahnabschnitt, und anschließend für eine bestimmte Zeit instand hält sowie betreibt und dafür ein Entgelt erhält ...Zum vollständigen Artikel

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