Weniger Regulierung und mehr „Privacy by Design″

Europa auf dem Weg zu mehr Datenschutz ohne (noch mehr) staatlichen Eingriff? Warum wir weniger Regulierung und mehr "Privacy by Design" brauchen.

Datenschutz durch Technik, dafür steht die Bezeichnung „Privacy by Design″. Doch was steckt dahinter? Die Idee ist, dass Hersteller von Hard- und Software bereits von vornherein Datenschutz als wichtiges Prinzip in der Produktentwicklung berücksichtigen.

Denn immer mehr Geräte und Anwendungen sammeln Daten. Zu diesen Geräten gehören auch z.B. Wearables, die das Verhalten ihrer Träger umfassend vermessen, oder Set-Top-Boxen, die die Mediennutzung des Anwenders analysieren.

Technologischer Wandel lässt Staat mitunter „hinterherlaufen“

Eine weitere Verrechtlichung des Datenschutzes könnte vermieden werden, wenn Hersteller und Entwickler bereits auf konzeptioneller Ebene versuchen, so minimalinvasiv wie nur denkbar in die informationelle Selbstbestimmung des Einzelnen einzugreifen.

Der technologische Wandel und die immer mehr Lebensbereiche erfassende Digitalisierung führen ebenfalls dazu, dass ein bloß regulierender Ansatz mit diesen Entwicklungen nicht mehr Schritt halten kann. Täglich entstehen in den Entwicklungsabteilungen der Hard- und Softwarehersteller neue Geräte und Programme, die durch neue Arten der Datensammlung und Datenverwertung auch neue Funktionen für die Nutzer zur Verfügung stellen.

Der Gesetzgeber erfährt von diesen neuen Technologien erst nach deren Markteinführung und kann dann nur nachträglich wieder regulierend auf bereits im Markt befindliche Produkte durch neue Regelungen Einfluss nehmen. Der Staat müsste sich also immer wieder in innovative Techniken einmischen. Das führt zu Unmut und Mehrkosten auf Seiten der Hersteller, die diese neuen Anforderungen dann nachträglich in ihre Produkte implementieren müssen ...

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