Datenschutz bei Patientenakten

von Conrad S. Conrad

Wollten Sie schon immer mal Röntgenfotos von Klausjürgen Wussow sehen? Oder wissen, was andere Promis wie Harald Juhnke dazu bewegte, sich in einer Privatklinik am Starnberger See behandeln zu lassen? Ja?

Aber: Die körperliche und geistige Gesundheit gehört zu den persönlichsten Informationen. Der Gesetzgeber hat dies beispielsweise im Datenschutzrecht mit den besonders sensitiven personenbezogenen Daten (§ 3 Abs. 9 Bundesdatenschutzgesetz (BDSG)) verankert. Angaben zum Gesundheitszustand genießen daher einen noch höheren Schutz als sonstige personenbezogene Daten, zu denen der Name, das Geburtsdatum oder die Anschrift zählen. Aus diesem Grund sind die Schutzmaßnahmen für solche Daten deutlich höher anzusetzen.

Bei Krankenhäusern oder Arztpraxen sind darüber hinaus strengere Anforderungen an den Datenschutz und Schutzkonzepte gestellt, damit nur wenige Mitarbeiter für einen bestimmten Zeitraum auf Patientenakten zugreifen können. Je brisanter die Daten, desto höher ist der geforderte Schutzlevel. Bei besonderen Einzelfällen sind bestimmte Inhalte der Akten zu „schwärzen“, gesondert aufzubewahren oder zu löschen. Alles in allem sind sämtliche Dokumente spätestens nach zehn Jahren zu löschen oder in ein gesondertes Archiv zu befördern ...

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