Kind ohne Trauschein

von Bettina Durst

Wird in ei­ner nicht­ehe­li­chen Le­bens­ge­mein­schaft ein Kind er­war­tet, ste­hen die El­tern vor der Frage der Va­ter­schaftsa­n­er­ken­nung. Diese ist er­for­der­lich, um die recht­li­che Stel­lung als Va­ter mit al­len Rech­ten und Pflich­ten zu er­lan­gen. Die An­er­ken­nung kann al­ler­dings nur er­fol­gen, wenn auch die Kinds­mut­ter zu­stimmt. Sie kann be­reits wäh­rend der Schwan­ger­schaft un­ter an­de­rem beim Ju­gend­amt er­fol­gen bzw. im Rah­men der Ge­burts­be­ur­kun­dung beim Stan­des­amt. Die Va­ter­schaftsa­n­er­ken­nung beim Jugend- oder Stan­des­amt ist kos­ten­los, wäh­rend bei ei­ner Be­ur­kun­dung beim No­tar oder beim Amts­ge­richt Kos­ten ent­ste­hen.

Bei ei­ner Wei­ge­rung des Va­ters, die Va­ter­schaft an­zu­er­ken­nen be­steht die Mög­lich­keit, sie spä­ter in ei­nem ge­richt­li­chen Ver­fah­ren fest­stel­len zu las­sen. Heim­li­che Va­ter­schafts­tests ohne schrift­li­chen Ein­ver­ständ­nis al­ler Be­tei­lig­ten (mög­li­cher Va­ter, Mut­ter so­wie Kind) sind in Deutsch­land ver­bo­ten.

Ist die Va­ter­schaft ein­mal an­er­kannt, kann sie spä­ter nur in­ner­halb be­stimm­ter Fris­ten an­ge­foch­ten wer­den ...

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