Krisen-PR trifft Jura: Professionelle Krisenkommunikation für Firmen und Verbände

von Bernhard Schmeilzl

Nicht jedes Problem muss zur Krise werden!

Manche potentiellen Krisen sind vorhersehbar (Stellenabbau, Betriebsverlagerung), andere nicht (Produktfehler, Schadensersatzklage, kriminelles Verhalten eines Mitarbeiters oder Konkurrenten). In beiden Fällen hilft aber eine gute Vorbereitung, den Schaden zu minimieren. Existiert ein Notfallplan und hat die Geschäftsleitung mögliche Szenarien vorher durchdacht und diskutiert, kann das Unternehmen gezielt agieren, statt nur Getriebener zu sein. Dies betrifft betriebswirtschaftliche und rechtliche Aspekte ebenso wie die Unternehmenskommunikation im Krisenfall (Krisen-PR).

Zur veritablen Krise wird ein Problem oft erst durch dauerhaft negative Medienberichterstattung. Die erste Schlagzeile löst Hektik bei der Geschäftsleitung aus. Das Management reagiert entweder mit unüberlegten Stellungnahmen und überhasteten Gegendarstellungen oder aber mit schroffer Blockadehaltung gegenüber Journalisten. Beides ist ungeschickt. Das Heft des Handelns ist abgegeben. Medienvertreter erscheinen als Gegner. Über den “Skandal” wird täglich neu berichtet. Die eigenen Argumente gehen unter. Noch schlimmer: Das unprofessionelle Handling der Krise durch das Management wird zum „Meta-Thema“, zum Beispiel der Umgang der katholischen Kirche mit Missbrauchsfällen oder Vertuschungs- bzw. Beschwichtigungsversuche der Autoindustrie beim Abgasskandal. Das Unternehmen wird nur noch mit dieser negativen Story identifiziert. Wie durchbricht man die Abwärtsspirale? Das ist die Aufgabe eines Krisenteams, das in der Regel aus PR-Beratern und Juristen besteht.

Die Praxis der Krisen-PR

Führungskräfte und deren juristische Berater müssen die Abläufe bei Redaktionen von Printmedien, Radio und Fernsehen kennen. Wer die Denkweise und das Arbeitsumfeld von Journalisten versteht, wird viele Kardinalfehler vermeiden ...

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