Internationales Erbrecht in der Unternehmensnachfolge

8. August 2016

Gesellschaftsrecht / M&A Private Clients Unternehmensnachfolge

Das Internationale Erbrecht birgt Überraschungen und Unsicherheiten, die eine Unternehmensnachfolge beeinflussen und daher bedacht werden sollten.

Eine Unternehmensnachfolge – sei es eine interne oder externe Nachfolge – sollte niemals isoliert von den Gesellschaftern und deren privater Vermögensnachfolge betrachtet werden.

Mittlerweile ist es der Regelfall, dass innerhalb einer Unternehmerfamilie zumindest ein Auslandsbezug besteht. Dies kann der Fall sein durch eine ausländische Staatsangehörigkeit, einen ausländischen gewöhnlichen Aufenthalt/Wohnsitz oder wenn Auslandsvermögen vorhanden ist. In all diesen Fällen ist zu prüfen, welches Güterrecht, welches Erbrecht und welche Steuerrechte zur Anwendung kommen könnten und was dies im Einzelfall bedeutet.

Das Internationale Erbrecht: der gewöhnliche Aufenthaltsort ist entscheidend

Jeder Staat hat sein eigenes internationales Erbrecht. Dieses beantwortet die Frage, welches Recht man bei Berührung mit anderen Rechtskreisen aus eigener Sicht zur Anwendung bringt. Für die EU (außer Großbritannien, Irland und Dänemark) besteht seit August 2015 ein EU-weites internationales Erbrecht, das diese Frage beantwortet, die sog. Europäische Erbrechtsverordnung (EU-ErbVO).

Bis Mitte 2015 hat man in Deutschland auf die Staatsangehörigkeit abgestellt. Die Staatsangehörigkeit entschied über das anwendbare materielle Erbrecht. War jemand Deutscher, fand deutsches Erbrecht Anwendung, egal wo er sich aufhielt.

Dies ist nun anders. Seit Mitte 2015 ist nicht mehr die Staatsangehörigkeit, sondern der gewöhnliche Aufenthalt relevant ...

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