40.000 € Schmerzensgeld - Tod eines neugeborenen Kindes wegen unterlassener Sectio

Chronologie: Die Kläger nahmen die Beklagte auf Ersatz der immateriellen und materiellen Schäden in Anspruch, die ihnen in Folge der fehlerhaften Behandlung ihrer verstorbenen Tochter entstanden sind. Der Beklagten wurde ein grober Behandlungsfehler vorgeworfen, da über einen Zeitraum von mehreren Stunden die gebotene adäquate Überwachung durch qualifizierte geburtshilfliche Mitarbeiter/Innen (Ärzte, Hebammen) nicht geregelt war. Bei diesem Versäumnis handelt es sich um einen Verstoß gegen die in einer Fachklinik einzuhaltende Sorgfaltspflicht. Ferner wurde vorgeworfen, dass auf eine Sectio verzichtet worden ist. Insgesamt lagen mehrere Faktoren vor, die – zumindest in der Gesamtbetrachtung – die Annahme eines komplikationslosen Geburtsverlaufs nicht mehr rechtfertigten und die Indikation einer Sectio gaben. Spätestens als der Geburtsverlauf gegen 18:30 Uhr ins Stocken geriet, wäre eine Sectio relativ indiziert gewesen. Insoweit wird auf das Urteil des BGH vom 17.05.2011, Az.: VI ZR 69/10 verwiesen. In dieser Entscheidung wurde festgehalten, dass bei Vorliegen einer relativen Indikation für eine Schnittentbindung eine Pflicht zur Aufklärung der Mutter hierüber besteht ...Zum vollständigen Artikel


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