Die Woche aus Juristensicht, KW 31

Das Fazit der Woche lautet: Durch tiefe Pfützen fahren – nur mit Vollkasko; bei Dieselmotor von VW Lieferung eines mangelfreien Neufahrzeugs verlangen – mit Prozesskostenhilfe; keine Kürzung des Krankentagegeldes – was heißt hier netto; «Tagesschau»-App wohl doch Presse(ähnlich) – nach OLG Köln.

Wasserschlag – Ein unbekanntes Wesen?

Amtsgericht Krefeld, Urteil vom 25.06.2016 (Az.: 6 C 456/09)

Starkregen und Aquaplaning sind Gefahrensituationen, die Autofahrer in den vergangenen Wochen häufig erleben mussten. Manch einer ruiniert sich aufgrund dieser Wetterkapriolen auch seinen Motor – infolge eines sogenannten Wasserschlags. Ein Wasserschlag kann auftreten, wenn das Auto durch tiefe Pfützen auf der Straße gefahren wird, bei denen die Wattiefe überschritten wird und Wasser über den Luftansauger in den Motor gelangt. Der Schaden kann dann mitunter fünfstellige Euro-Beträge erreichen. Ob man den Schaden am eigenen Fahrzeug von seiner Versicherung ersetzt bekommt, hängt davon ab, ob man eine Vollkasko- oder eine Teilkaskoversicherung abgeschlossen hat.

In Fällen der Vollkaskoversicherung haben Gerichte mehrfach entschieden, dass in den Motor eindringendes Wasser als „mechanische Gewalt“ und damit als Unfall anzusehen ist. Die Schäden wurden dann von der Vollkasko übernommen. Vgl. etwa OLG Hamm, 31.05.1989 – 20 U 328/88 (https://www.jurion.de/Urteile/OLG-Hamm/1989-05-31/20-U-328_88 - amtl. Leitsatz kostenfrei lesbar)

Von der Teilkaskoversicherung werden Schäden am Fahrzeug durch unmittelbare Einwirkung von Hagel, Blitz, Sturm oder Überschwemmung gedeckt. Bei Wassereintritt gilt die Faustregel: „Kommt das Wasser zum Auto, zahlt die Teilkasko. Kommt das Auto zum Wasser, zahlt sie nicht ...

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