Übermittlung von Kundendaten an den Erwerber eines Webshops und Datenschutz

Wird ein Unternehmen an einen neuen Unternehmensinhaber verkauft, freut sich dieser, wenn möglichst viele treue Kunden treu bleiben. Gerne würde er den Newsletter-Service fortführen können. Dazu muss der bisherige Unternehmensinhaber allerdings auch die Kundendaten an den neuen übermitteln. Hierbei stellen sich naturgemäß einige datenschutzrechtliche Fragen, insbesondere inwieweit die Kunden gefragt oder zumindest darüber informiert werden müssen. Die IT-Recht Kanzlei beleuchtet die Problematik und zeigt Lösungen auf.

A. Kundenstämme sind wertvoll

Wer einen Webshop aufbaut, schafft auch Werte abseits der Marke, dem Warenangebot, den Beziehungen zu den Lieferanten und dem unmittelbar eigenen Betrieb, samt Lagerhallen, Webshop-System und Mitarbeitern. Treue Kunden, die regelmäßig bestellen, weil sie mit Preis und Leistung zufrieden sind, und damit für Umsatz sorgen, sind wesentlicher Bestandteil eines florierenden Unternehmens. Wird ein Unternehmen verkauft, so erhofft sich der Erwerber, dass er nicht nur neue Kunden gewinnen, sondern vor allem auch alte Kunden behalten kann.

Aus Kundensicht ist der Wechsel eines Unternehmensinhabers regelmäßig nicht erkennbar, zumindest nicht auf den ersten Blick, auch nicht bei Webshops. Die Webadresse ist genauso dieselbe wie das Layout, auch das Produktsortiment ändert sich regelmäßig nicht oder kaum, meist sind noch dieselben Mitarbeiter die Ansprechpartner.

Auffällig wird ein solcher Inhaberwechsel jedoch dann, wenn der Kunde sich urplötzlich nicht mehr in sein Kundenkonto einloggen kann, weil es dieses nicht mehr gibt. Dies kann passieren, wenn die Kundendaten beim Wechsel des Unternehmensinhabers nicht mitübertragen worden sind. Der Kunde muss sich dann komplett neu registrieren, was ihn ggf. nervt und vielleicht sogar von neuen Bestellungen in dem Webshop abhält. Nicht nur aus diesem Grund hat ein neuer Unternehmensinhaber ein Interesse daran, dass der Kundenstamm mitübertragen wird ...

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