Künftig keine weiteren Herztransplantationen im Universitätsklinikum Frankfurt am Main

von Liz Collet

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat heute mitgeteilt, er werde im Einvernehmen mit dem Universitätsklinikum Frankfurt am Main der zuständigen Aufsichtsbehörde in Hessen mitteilen, dass eine Zielvereinbarung zur Verbesserung der Ergebnisqualität bei Herztransplantationen nicht eingehalten wurde und das Krankenhaus bis auf weiteres keine weiteren Herztransplantationen durchführe.

Diese Mitteilung und die weiteren Informationen zum Hintergrund der Einstellung der Herztransplantationen sind von nicht unerheblichem Interesse.

Die Einstellung der Transplantationsaktivität des Uniklinikums Frankfurt am Main wirft eine ganze Reihe von rechtlichen wie praktischen und organisatorischen Fragen auf. Im Besonderen wirkt sie sich auf die Interessen der Patienten aus, welche bereits auf der Warteliste des Transplantationszentrums gelistet waren oder sind oder dort angemeldet werden könnten und wollten.

Vor allem die bisher bereits dort auf der Warteliste stehenden Patienten stehen vor der Frage, wie ihre weitere Versorgung reibungslos gewährleistet wird. Ein Transplantationszentrum, das keine weiteren Transplantationen durchführt, kann auch keine Warteliste führen und hat umgehend dafür Sorge zu tragen, dass die Patienten darüber informiert werden und ohne Nachteil anderweitig auf Wartelisten eines Transplantationszentrums wechseln können. Die Vermittlung von Organen durch Eurotransplant darf Patienten nicht ausschliessen, die berechtigt auf einer Warteliste eines TPZ angemeldet sind, nur weil dieses TPZ die Transplantation nicht mehr realisieren kann.

Andererseits entscheiden Transplantationszentren grundsätzlich eigenständig über die Aufnahme von Patienten auf ihre jeweilige Warteliste ...

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