Kommissionsentwurf zur Reform der EuVECA- und EuSEF-Verordnung

Zum 14.7.2016 hat die europäische Kommission einen Vorschlag zur Änderung der Verordnungen (EU) Nr. 345/2013 über Europäische Risikokapitalfonds und (EU) Nr. 346/2013 über Europäische Fonds für soziales Unternehmertum veröffentlicht. Mit der Reform sollen laut Kommission Erleichterungen für Emittenten von Europäischen Risikokapitalfonds („EuVECA“) und Europäische Fonds für soziales Unternehmertum („EuSEF“) einhergehen.

Die EuVECA-Verordnung war am 17. April 2013 erlassen worden, insbesondere um eine rechtliche Grundlage zur alternativen Finanzierung von Start-Ups zu schaffen. Mit der EuSEF-Verordnung verfolgte der europäische Gesetzgeber das Ziel, Anleger eine gezielte Anlage in Unternehmen mit besonderen sozialen Zielen zu ermöglichen. Dieses Ziel wurde allerdings nur „begrenzt“ erreicht. Laut Kommission waren mit Stand April 2016 in der Fonds-Datenbank von ESMA 70 EuVECA-Fonds registriert (vgl. S. 7 des Kommissionsvorschlags); noch ernüchternder ist die Bilanz im Hinblick auf EuSEF: hier wurden seit April 2013 lediglich vier Fonds aufgelegt (ebd.). Aufgrund dessen entschloss sich die Kommission, die für 2017 geplante Überprüfung der Verordnungen vorzuziehen.

Nach Ansicht der Kommission bestehen im Wesentlichen folgende Hemmnisse für Anbieter von EuVECA- und EuSEF-Fonds:

Aufgrund der Obergrenze von 500 Mio. EUR an verwalteten Fondsvermögen bleibe Verwaltern solcher Portfolios die Bezeichnung als „EuVECA“ oder „EuSEF“ verschlossen (Kommissionsentwurf, S. 6); Investitionen in EuVECA oder EuSEF schieden aufgrund der Mindestanlage von 100 ...Zum vollständigen Artikel

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