Brandschaden durch Himmelslaternen

Das Oberlandesgericht (OLG) Koblenz hat mit Urteil vom 15. Oktober 2015 (6 U 923/14) entschieden, dass ein Veranstalter einer Feier, der den Teilnehmern Himmelslaternen zur Verfügung stellt, in der Regel für einen durch eine der Laternen verursachten Brandschaden zur Verantwortung gezogen werden kann. Unerheblich ist, wer die schadenverursachende Laterne gestartet hat.

Ein Brautvater und späterer Beklagte hatte eine große Hochzeitsgesellschaft zur Heirat seiner Tochter eingeladen. Im Vorfeld hatte er fünf chinesische Himmelslaternen gekauft, von denen die Partygäste vier aufsteigen ließen. Wenig später geriet ein ca. 300 Luftlinienmeter entfernter Holzsteg eines Yachthafens ins Brand. Die Feuerwehr schloss einen technischen Defekt aus und hielt eine der Himmelslaternen für die in Betracht kommende Brandursache, da die Laternen nach mehreren Zeugenaussagen in Richtung des Hafens geflogen waren.

Daher verklagte der Eigentümer des Yachthafens den frisch gebackenen Schwiegervater als Veranstalter der Hochzeitsfeier auf Schadensersatz.

Der Brautvater argumentierte, dass nicht er, sondern einige der Gäste die Himmelslaternen hätten steigen lassen. Die Namen ließen sich im Nachhinein nicht ermitteln ...

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