Videoaufzeichnungen von Sportveranstaltungen – Datenschutz im Verein Teil 3

von Daniela Windelband

Nicht immer können im Amateur- oder Kinderbereich die Spiele oder Wettkämpfe des Lieblingsvereins, der Freunde oder Familienangehörigen live vor Ort mitverfolgt werden, gleichwohl möchte man am sportlichen Geschehen (aus der Ferne) teilnehmen. Zudem möchten die Vereine Werbung für sich und die jeweilige Sportart machen. Die Lösung: Eine Liveübertragung des Wettkampfes oder dessen Aufzeichnung und anschließende Bereitstellung im Internet.

Geht das so einfach oder gibt es Fallstricke?

Der rheinland-pfälzische Datenschutzbeauftragte (LfDI) beschäftigt sich in seinem aktuellen Tätigkeitsbericht mit dieser Problematik. Aus juristischer Sicht sind die Aufzeichnung und die Veröffentlichung im Internet zwei separat zu betrachtende Dinge.

Welche Vorschriften sind zu beachten?

Die Aufzeichnung und Speicherung unterliegen den Regelungen des Bundesdatenschutzgesetzes. Die Veröffentlichung hingegen richtet sich in erster Linie nach den Bestimmungen des Kunsturhebergesetzes. Da jedoch für die Sportler, Schiedsrichter und Zuschauer die Veröffentlichung immer den schwerwiegenderen Eingriff darstellt, sollte bereits bei der Beurteilung der Zulässigkeit der Aufnahme das Kunsturhebergesetz mitberücksichtigt werden.

Grundsätzlich sind Videoaufzeichnungen auch von lokalen Sportereignissen zulässig. Jedoch bedarf es immer einer individuellen Abwägung der Interessen der Gefilmten und der Vereine ...

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