„Kümmert euch um eure eigene Mafia!“ – Erdoğan wütet gegen Italien

Als würde es nicht reichen, dass Präsident Recep Tayyip Erdoğan bereits mit den USA, der EU im Gesamten und Deutschland speziell im Clinch steht, weitet sich sein Zorn nun auch auf Italien aus. Dort wird nämlich gerade wegen Geldwäsche gegen Sohn Bilal ermittelt.

Der neue Konflikt mit Italien sorgt für weitere politische Verstimmungen zwischen der Türkei und der EU. In einem Interview mit dem italienischen Nachrichtensender RAI News 24 ließ Erdoğan seiner Wut freien Lauf. „Wäre mein Sohn nach Italien eingereist, wäre er vermutlich verhaftet worden. Was soll das? Mein Sohn, ein gescheiter Mann, wird der Geldwäsche bezichtigt. Statt meinen Sohn zu schikanieren, sollte Italien sich lieber um die eigene Mafia kümmern!“, sagte er verärgert. Die Affäre mit Sohn Bilal begann bereits Ende Sommer 2015, als der Sohn des Präsidenten mit Frau und zwei Kindern nach Bologna zog.

Der Ärger des Ministerpräsidenten richtet sich konkret nun auch gegen die Stadt Bologna. Es gefalle ihm nicht, dass er dort als Diktator gelte und dass prokurdische Demonstrationen geplant würden. Wenn die italienischen Behörden nicht einschritten, sähe Erdoğan die Beziehungen mit Italien gefährdet. Daraufhin twitterte der italienische Premierminister Matteo Renzi entnervt zurück: „In diesem Land gehorchen die Richter den Gesetzen und der italienischen Verfassung, nicht dem türkischen Präsidenten. Wir nennen das Rechtsstaat ...

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