Gestärkte Betroffenenrechte, erweiterte Verarbeiterpflichten – Teil 4 der Serie zur neuen DSGVO

Die neue EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) geht mit einer wesentlichen Erweiterung von Betroffenenrechten einher, die auf der Verarbeiterseite mit neuen Informations- und Handlungspflichten korrespondieren werden. Teil 4 der neuen Serie der IT-Recht Kanzlei zeigt auf, welchen Nutzeransprüchen Online-Händler zukünftig werden stattgeben müssen, und erläutert die dafür notwendigen informatorischen und technologischen Änderungsmaßnahmen.

I. Zukünftige Rechte der Betroffenen und Pflichten der Verantwortlichen

Im Rahmen der Ausdehnung von Betroffenenansprüchen innerhalb der DSGVO wurden den deutschen Datenschutzgesetzen bereits bekannte Rechte teilweise um neue Inhalte und Ausprägungen erweitert, teilweise wurden aber auch gänzlich neue Berechtigungen formuliert. Diese weitgehende Rechtsstärkung begründet für die Verantwortlichen und insbesondere für Online-Händler ein kongruentes, noch nie dagewesenes Pflichtprogramm, das sie zur nutzerbezogenen Umsetzung umfangreicher informatorischen Maßnahmen anhalten und auch neue technologische Vorkehrungen erforderlich machen wird.

1.) Auskunftsrecht, Art. 15 DSGVO

Ebenso wie der derzeit geltende §34 BDSG sieht auch die DSGVO in Art. 15 ein Auskunftsrecht des Betroffenen vor, nach welchem dieser auf Verlangen über die Art, den Inhalt und die Zwecke der von ihm erhobenen Daten zu informieren ist.
Zukünftig wird der Umfang der mit dem Auskunftsrecht korrespondierenden Auskunftspflicht des Verantwortlichen aber das derzeit geltende Maß bei weitem überschreiten und so den Betroffenen zur Einholung eines ganzen Katalogs an Informationen berechtigen ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK