Ein Brief als Testament?

Allgemein August 3rd, 2016

Immer wieder sind Gerichte mit der Frage konfrontiert, ob Briefe oder andere, nicht eindeutig als Testament gekennzeichnete Schriftstücke eine letztwillige Verfügung des Erblassers darstellen. Das Problem: Die Person, die das Schriftstück erstellt hat, kann man nicht mehr fragen. Das OLG München (Beschluss 31.03.2016 – 31 Wx 413/15) hat sich mit der Frage auseinandergesetzt, ob ein von der Erblasserin unterzeichneter Brief mit folgendem Inhalt:

Habe mich entschlossen nach meinem Tode mein Vermögen (Bar u. Wertpapiere; C.bank; A.) dem Verein zur Verfügung zu stellen. Sollte mir unerwartet etwas zustoßen, dann halten Sie dieses Schreiben als Vollmacht!

Das Nachlassgericht wertete die Zeilen als Erbeinsetzung. Der den gesetzlichen Erben zunächst erteilte Erbschein wurde auf Antrag des begünstigten Vereins eingezogen ...

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