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Ehegatten beim Hausbau – wer wird Vertragspartner?

Wenn Ehegatten sich ein Eigenheim bauen wollen, deswegen zusammen zum Architekten gehen oder verschiedene Bauunternehmer vergleichen und aussuchen oder sich das Komplettpaket eines Bauträgers ansehen, so stellen sie sich in der Regel nicht die Frage, wer Vertragspartner des jeweiligen Planers oder ausführenden Bauunternehmers werden soll. Meist besteht nur eine hintergründige Vorstellung über die jeweilige rechtliche Stellung, so z.B., dass beiden Ehegatten jeweils hälftiges Miteigentum am zukünftigen Haus zustehen soll o.ä. Indes ist diese Frage aus juristischer Sicht erheblich: Nur der Vertragspartner kann als Auftraggeber aus dem Bau-, Architekten- oder Ingenieurvertrag Rechte gegen den Auftragnehmer herleiten. Die aus dem Vertrag resultierenden Pflichten und Obliegenheiten des Bauherrn treffen wiederum auch nur den verantwortlichen Vertragspartner. Auch für einen eventuellen Prozess ist es wichtig zu wissen, wer eigentlich wen verklagen darf und wer vielleicht als Zeuge in Betracht kommt. Dies zeigt der vorliegende, aktuell entschiedene Fall:

Ein Ehepaar war Eigentümer eines historischen Fachwerkhauses und wollte dieses Haus wieder neu aufbauen und instand setzen lassen – keine alltägliche oder leichte Aufgabe. Von besonderer Wichtigkeit war hier die Tragwerksplanung, die ein Fachplaner für das Ehepaar durchführte. Nach Ansicht der Ehegatten waren dem Tragwerksplaner aber Entwurfs- und Konstruktionsfehler anzulasten, weswegen sie ihn letztendlich verklagten. Im Prozess wehrte sich der Tragwerksplaner u.a. mit dem Einwand, einer der Ehegatten sei überhaupt nicht Vertragspartner geworden; der maßgebliche Auftrag sei nämlich nur von dem anderen alleine erteilt worden ...

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