Amazonhändler haften für falsche UVP

von Clemens Pfitzer

Für Händler auf Amazon besteht die Problematik, dass Sie die Produktbeschreibung häufig nicht selbst kontrollieren können, da Amazon vielfach ein einheitliches Angebot unter einer ASIN für mehrere Händler bereithält. Aber haftet der Amazonhändler in dem Fall für falsche Angaben? Der Bundesgerichtshof meint ja.

Ein Amazonhändler bot auf Amazon eine Uhr der Marke „Casio“ an. Über der Preisangabe fand sich der Hinweis auf eine „unverbindliche Preisempfehlung“ (UVP) und einen dahinter stehenden durchgestrichenen Preis.

Das Angebot wurde – wie von Amazon vorgeschrieben – unter einem bereits bestehenden Angebot, mit bereits vergebener ASIN angeboten. Eine Änderung des UVP war dem Händler dabei nicht möglich.

Tatsächlich war die Angabe zur UVP jedoch zum Zeitpunkt des Angebots veraltet. Hiergegen ging ein Wettbewerber vor.

Entscheidung des BGH zur Haftung der Amazonhändler FooTToo / Shutterstock.com

Der BGH (Urteil vom 03.03.2016 – Az. I ZR 110/15) nimmt eine Haftung des Amazonhändlers für die fehlerhafte UVP als Täter an ...

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