VG Augsburg: Gericht verpflichtet LRA Donau-Ries, die Beseitigung des Wildschadensabwehrzauns im Oettinger Forst anzuordnen

VG Augsburg: Gericht verpflichtet LRA Donau-Ries, die Beseitigung des Wildschadensabwehrzauns im Oettinger Forst anzuordnen

1. August 2016 by Klaus Kohnen

Mit heute bekannt gegebenem Urteil hat das Verwaltungsgericht Augsburg der Klage eines Erholungsuchenden (Kläger) mit dem Ziel, den im Oettinger Forst vom Grundeigentümer zur Abwehr von Wildschäden ohne Genehmigung errichteten Elektro-Litzenzaun beseitigen zu lassen, stattgegeben. Der Kläger sah sich durch den knapp 22 Kilometer langen Zaun in seinem Grundrecht auf freien Zugang zur Natur beeinträchtigt und beantragte dessen Beseitigung. Das Landratsamt Donau-Ries lehnte den Antrag mit der Begründung ab, dass im Bereich des Oettinger Forstes eine Sondersituation vorliege. Diese rechtfertige es, von der Beseitigung des Zauns vorübergehend abzusehen.

Nach Ansicht des Gerichts sind die im Bayerischen Naturschutzgesetz geregelten Voraussetzungen für den geltend gemachten Anspruch auf Beseitigung bestehender Sperren erfüllt (red. Hinweis: vgl. Teil 6 BayNatschG) Der Elektro-Litzenzaun vermittle bereits aufgrund seines äußeren Erscheinungsbilds den Eindruck, das Betreten des Waldes sei vom Grundeigentümer unerwünscht. Daran änderten weder die an den Forstwegen vorhandenen Durchgänge, noch Aushängdurchlässe oder die angebrachten Hinweisschilder etwas. Ein kilometerlanger Elektrozaun aus Litzen stelle auch bei etlichen Querungsmöglichkeiten eine Sperre dar ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK