Lucky Buy oder doch lieber Badwill?

von Carola Rinker

Rechnen wir uns die Welt doch so, wie sie uns gefällt

Der Goodwill mag den meisten ein Begriff sein. Doch wie ist es, wenn dieser negativ ist? Geht das überhaupt? Oh ja, das geht. Über den sog. Badwill wird in der Literatur und den Medien nur sehr selten bis nie gesprochen. Wozu auch, Goodwill klingt doch schon viel besser.

Anstelle von Badwill könnten wir auch einfach Lucky Buy sagen. Hört sich irgendwie schöner an. Laut einer Studie von Henning Zülch, Professor an der HHL in Leipzig wird der Badwill unterschätzt. Auch wenn in den vergangenen Jahren am deutschen Kapitalmarkt nur wenige „große“ Fälle gab, wird das Thema nahezu ignoriert.

Das ist umso mehr verwunderlich, als ein Badwill den Gewinn des Käufers erhöht, da er nach IFRS als Ertrag ausgewiesen wird. Es wird zwar zu keinem Zufluss an liquiden Mitteln sorgen. Aber die Investoren schauen doch meistens nur auf den Gewinn und lassen den Cashflow außer Acht. Wir werden doch oft gerne belogen, schön Rechnen ist angesagt. Der Staat macht es uns im Rechnungswesen ja auch vor. Und die ältere Generation, die die Masse der Wählerschaft in Deutschland ausmacht, braucht sich über das Morgen in 40 Jahren auch keine Gedanken mehr zu machen.

Der Badwill entsteht dann, wenn der Kaufpreis eines Unternehmens geringer ist als das Nettovermögen zu Marktpreisen ...

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