Der Güterstand der Gesellschafter bei der Unternehmensnachfolge

1. August 2016

Gesellschaftsrecht / M&A Private Clients Unternehmensnachfolge

Fehlende Güterstandsregelungen gefährden Unternehmen. Wir zeigen auf, worin die Gefahren bestehen und wie Sie sich am besten schützen können.

Familienunternehmen sind etwas Besonderes und etwas Wunderbares. In Familienhand und in erster Linie bestandsorientiert. Gleichzeitig sind Familienunternehmen permanent gefährdet. Sei es durch den Tod eines Familienmitglieds oder durch Konflikte innerhalb der Familie, insbesondere Scheidungen. Wie Pflichtteilsansprüche sind Zugewinnausgleichsansprüche sofort fällige Forderungen in bar. Diese können den Bestand des Familienunternehmens ins Wanken bringen, im schlimmsten Fall das Unternehmen in die Insolvenz treiben.

Bei den bestehenden Gesellschaftern sind die Ehegatten für gewöhnlich gut in die Familiengesellschaft integriert. Man vertraut ihnen und dem Bestand der Ehe. Dies muss nicht immer so bleiben. Im Rahmen einer Unternehmensnachfolge kommen Gesellschafter hinzu, deren Ehe oft frisch begründet oder noch gar nicht begründet ist. Dies kann zur Gefahr für das Familienunternehmen werden.

Der Güterstand

Unternehmer bzw. Gesellschafter an Familienunternehmen („Familiengesellschafter″) leben entweder im Güterstand der Zugewinngemeinschaft oder der Gütertrennung. Die Vermögensmassen beider Ehegatten bleiben während der Ehe voneinander getrennt und der eine Ehegatte haftet nicht für Verbindlichkeiten des anderen.

Eine Partizipation an dem wechselseitig während der Ehe erwirtschafteten Vermögen erfolgt erst mit Beendigung des Güterstands durch Scheidung oder Tod sofern diese Partizipation nicht durch Wahl des Güterstands ausgeschlossen (Gütertrennung) oder zumindest modifiziert (modifizierte Zugewinngemeinschaft) wird ...

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