Anrechnung im Ausland gezahlter Erbschaftsteuer?

von Bernhard Schmeilzl
Wie sieht eine Erbschaft-Steuerbestätigung des ausländischen Finanzamts aus? (§ 21 ErbStG)

Besaß der deutsche Verstorbene Vermögen im Ausland (zum Beispiel eine Ferienwohnung in USA, Spanien, England oder Frankreich), dann ist es gut möglich, dass dort Erbschaftssteuer anfällt. War der verstorbene Erblasser aber wohnhaft in Deutschland, so unterfällt sein gesamter, weltweiter Nachlass der deutschen Erbschaftssteuer. Muss auf dasselbe Investment (z.B. Immobilie, Bankkonto, Aktiendepot) also doppelt Erbschaftssteuer gezahlt werden? In manchen Fällen ist das leider tatsächlich denkbar, denn nicht mit allen Ländern hat Deutschland ein Doppelbesteuerungsabkommen geschlossen. So besteht zum Beispiel kein DBA für Erbschaftssteuer zwischen Deutschland und dem Vereinigten Königreich (England, Wales, Schottland und Nordirland). Doch auch in diesen Konstellationen werden die meisten (nicht alle) steuerlichen Härtefälle durch die Anrechnungsklausel des § 21 Erbschaftsteuer- und Schenkungsgesetzes abgemildert. Im Ausland für ausländische Investments tatsächlich gezahlte Erbschaftssteuer kann vom deutschen Erben anteilig von der deutschen Erbschaftssteuer abgezogen werden.

Doch wie beweist man dem deutschen Finanzamt, dass und wie viel Erbschaftssteuer im Ausland tatsächlich gezahlt wurde? Am Beispiel England sieht eine solche Bestätigung so aus:

Probleme kann es bei der Anrechnung gegenüber dem deutschen Finanzamt, trotz Vorlage einer solchen Zahlungsquittung, dennoch geben, weil sich aus der Bestätigung des ausländischen Finanzamts nicht direkt ergibt, welcher Prozentsatz dieser gezahlten Steuer auf welchen von mehreren Erben entfällt ...

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