Inzucht und Produkte: Ist der Beleidigte der Beleidiger?

von Oliver García

Die Tat ereignete sich am 8. September 2015. Der bekannte Rechtsanwalt David Schneider-Addae-Mensah saß in seiner Kanzlei und machte seinem Ärger über den bayerischen Innenminister Joachim Herrmann Luft, indem er ihm einen Brief schrieb:

Ihre rassistische Gesinnung Hallo, Herr Herrmann, Sie sind ein ganz wunderbares Inzuchtsprodukt! Mit freundlichen Grüßen Dr. Schneider-Addae-Mensah

Die Formulierung war eine Retourkutsche, denn Herrmann hatte einen Mediensturm ausgelöst, weil er eine Woche zuvor in der Talkshow Hart aber Fair die Worte gesprochen hatte „Roberto Blanco war immer ein wunderbarer Neger“. Mit ein paar Tagen Verzögerung erreichte die Stoßwelle der medialen Empörung Schneider-Addae-Mensah. Er fühlte sich besonders getroffen. Verständlich, hatte er doch aufgrund seiner dunklen Hautfarbe schon oft selbst mit Diskriminierung zu kämpfen. Er ist sensibilisiert für den Alltagsrassismus, in dem Wörter wie diese nicht nur die perfide äußere Schicht, sondern auch Türöffner für mehr sein können. Schneider-Addae-Mensah hat sich augenscheinlich für eine Null-Toleranz-Politik entschieden. Zu dem Brief entschloß er sich dabei spontan als Ventil für seine Verärgerung. Es war keine Aktion und schon gar keine PR-Masche: Schneider-Addae-Mensah schrieb ganz privat unter Ausschluß der Öffentlichkeit.

In die Öffentlichkeit gelangte der Fall im Jahr darauf. Denn Herrmann wollte das Schreiben weder als wertvollen Diskussionsbeitrag noch als Denkzettel gelten lassen und er wollte auch nicht souverän darüberstehen, sondern stellte Strafantrag. Die Staatsanwaltschaft ermittelte gegen den Anwalt wegen Beleidigung und beantragte einen Strafbefehl. Dann passierte etwas, was ungewöhnlich ist im Strafjustizbetrieb: Das Amtsgericht lehnte den Antrag ab (AG Karlsruhe, 3. Mai 2016 – 5 Cs 520 Js 39011/15) ...

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800000 Flüchtlinge - schafft Deutschland das Hart aber Fair 31.08.15

Immer mehr Flüchtlinge machen sich auf den oft lebensgefährlichen Weg nach Deutschland - über den Landweg und über das Meer! Nur die Frage ist - schafft unser Land diese Herausforderung? Reicht dazu der gute Wille der vielen - oder siegt am Ende gar der Hass von wenigen? Gäste der Gesprächsrunde - Joachim Herrmann, CSU - Nurjana Arslanova - Ranga Yogeshwar - Simone Peter, B‘90/Grüne - Ulrich Reitz - Im Einzelgespräch: Heike Jüngling Ich denke, ich kann diesen Beitrag nicht völlig unkommentiert lassen, selbst auf die Gefahr hin, mich selber 'in die Nesseln zu setzen' – und absichtlich oder unabsichtlich missverstanden zu werden! Es gibt Dinge, da kann man machen was man will – im Grunde ist die Gefahr groß, dass beides verkehrt sein kann – je nach Sichtweise und Situation, d.h. auf die Flüchtlinge zugehen, oder sich vor ihnen in Acht nehmen! Dies wird in der Diskussionsrunde halbwegs gut gezeigt. Auf der einen Seite ist der ehrliche Flüchtling, der aus Angst um Leib und Leben geflohen ist und nun auf Rettung und Hilfe hofft, auf der anderen Seite kann es ein Mensch mit Gefahren- (Terrorist,...) und 'Schmarotzer-Potential' sein. Wer kann das schon sicher erkennen? Wo muss man also Abstriche – und wo Zugeständnisse machen? Obwohl – hier wird wieder nur über Symptome und über Folgen von etwas ganz anderem geredet, denn die Probleme in den Ländern, aus denen die Menschen fliehen sind nicht selten durch 'den Westen' provoziert worden – d.h. nicht selten führen die ach so edlen, wirtschaftlichen Interessen der Industrienationen zu Konflikten in diesen Ländern. Und da Moral und Anstand in den Industrienationen nicht zuletzt durch Endchristianisierung auch immer mehr an Bedeutung verlieren kommen gerade auch Konflikte in religiöser Hinsicht dazu. Und der Islam reagiert bei moralischen Dingen besonders empfindlich – was ja eigentlich und durchaus auch verständlich ist, denn Moral und Ehre haben ja auch 'im Westen' mal eine durchaus hohe Bedeutung gehabt – und das war in mancherlei Hinsicht gut für eine Gesellschaft. Doch seid vor Allem das Geld die Macht in allen Bereichen der Weltpolitik und – Wirtschaft übernommen hat nehmen auch die Konflikte in der Welt immer mehr zu – erst recht in einer Größenordnung, die man kaum noch in der Lage ist einzuschätzen, seid alles nur noch 'global' gedacht, geplant und durchgesetzt wird. Nur – dieses Grundübel 'Geld regiert die Welt' wird nicht behoben werden können, weil sich die wenigen, die den größten Teil dieses Geldes und dieser Macht besitzen, einig darüber sind, nichts von Ihrem Geld und Ihrer Macht abzugeben – ganz im Gegenteil! Nein, sie wollen auch noch die letzten Prozente des real existierenden Geldes und den letzten Rest der Macht in der Hand der Vielen auch noch für sich vereinnahmen – selbst wenn dass für sie selber durchaus auch nicht – elinde gesagt - gesund ist, weil sie selber auf dem Ast sitzen, der sie noch trägt und hält, doch an dem nichts desto trotz kräftig von ihnen selber und anderen gesägt wird! Und wenn kein reales Geld mehr zu holen ist, dann geht es mit virtuellem Geld und mit virtuellen Kriegen weiter. Ehemals unglaubhafte SiFi-Filme lassen dann plötzlich grüßen! Ja, die Aufnahme der Flüchtlinge und deren Versorgung kuriert womöglich Symptome – die Ursachen der Flucht und deren Behebung sollten aber deutlich mehr in den Focus bei der Erarbeitung einer Lösung des Flüchtlingsproblems in Betracht gezogen werden! Und noch ein Weiteres: Es bräuchten erheblich weniger Menschen auf der Welt hungern, obdachlos und mittellos, gesundheitlich unterversorgt sein, in Kriegs-Krisengebieten und in existentieller Angst leben...wenn gerade diese Reichen und Mächtigen der unrechten Verteilung der Macht und der Güter in dieser Welt ein Ende bereiten würden. Und das ist noch äußerst zurückhaltend und vorsichtig ausgedrückt, denn rechnerisch & statistisch gesehen haben wir sogar viel zu viel an Lebensmitteln – kurz gesagt eine 'Über-Über-Produktion'!! Erst recht, wenn man nicht diese ausufernde Fleisch produzierende Wirtschaft hätte, denn ein Tier verbraucht ein Vielfaches an 'Lebensmitteln', viel, viel mehr, als letztlich das Fleisch im Gegenzug 'Lebensmittel' ist. Dazu kommt die Gewinnung von Energie aus 'Lebensmitteln', die – wenn man sich damit mal eingehend beschäftigt hat, so auch nicht nötig wäre, vor allem weil der Nutzen den Schaden nicht einmal kompensieren kann!


Curb Your Enthusiasm "The N Word"

Larry David is at the center of some nasty confusion.



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