Amtliche Verteidigung – verpasste Chance

Amtliche Verteidigung – verpasste Chance

Im Kanton Aargau verlangte ein amtlicher Verteidiger von der Verfahrensleitung des erstinstanzlichen Gerichts eine Akontozahlung an sein Honorar. Dieser Antrag wurde trotz fast fünfjähriger Mandatsführung abgewiesen mit dem Hinweis, dass die Kosten für die amtliche Verteidigung erst nach Rechtskraft des Entscheids ausbezahlt würden. Weil der Verteidiger die Berufung erklärt hat, und zwar vollumfänglich, ist der Entscheid noch nicht rechtskräftig. Folglich wurde die Akontozahlung verweigert, dies dann auch vom Obergericht des Kantons Aargau. Auf die Beschwerde in Strafsachen des Verteidigers trat das Bundesgericht nicht ein (BGer 1B_255/2016 vom 15.07.2016, Einzelrichter).

Der amtliche Verteidiger hatte einen schlechten Anwalt (sich selbst), der übersehen hat, dass bei der Anfechtung von Zwischenentscheiden das Eintreten qualifiziert zu begründen ist:

Nach konstanter Rechtsprechung hat der Beschwerdeführer im Einzelnen darzulegen, inwiefern die Beschwerdevoraussetzungen nach Art. 93 Abs ...Zum vollständigen Artikel


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