Retargeting – Wie Werbenetzwerke Sie durchs Internet verfolgen

von Tom Lukaß

Kennen Sie das? Gerade eben noch haben Sie sich ein Produkt in einem Online-Shop angesehen und schon versucht Ihnen gefühlt jedes Werbebanner quer durch das Internet genau dieses oder ein ähnliches Produkt schmackhaft zu machen. Zufall oder beobachtet Sie jemand beim Surfen?

Die Zeiten, in denen Unternehmen ihre Produkte blindlinks auf Webseiten bewerben, von denen sie glauben, dass sich dort ihre Zielgruppe aufhält, sind vorbei. Zu groß ist die Gefahr, teures Geld für die Miete von Werbeflächen zu bezahlen, wenn das Werbebanner am Ende doch nur Personen angezeigt wird, die sich nicht dafür interessieren. Heute wird nichts dem Zufall überlassen. Vielmehr soll jeder Schuss sitzen, was dank eines Verfolgungsverfahrens namens „Retargeting“ auch kein Problem mehr darstellt.

Wie funktioniert Retargeting?

Stellen Sie sich ein großes Netzwerk vor, dem sowohl Anbieter von Webseiten angehören, die ihre Produkte mit Bannern bewerben möchten als auch solche, die auf ihren Seiten Flächen für Bannerwerbung vermieten. Alle beteiligten Seiten sind über einen sog. Markerpixel mit einem zentralen Server verknüpft. Wer nun eine der teilnehmenden Seiten besucht, verbindet sich automatisch auch mit dem zentralen Server. Dieser nutzt die Verbindung um ein Cookie auf dem Endgerät des Nutzers zu setzen. Cookies sind Textinformationen, die über den Browser auf dem Endgerät des Nutzers platziert werden und es einem Webserver ermöglichen, den Nutzer wiederzuerkennen. Das Cookie dient also der Markierung des Nutzers. Den markierten Nutzer kann der Server anschließend auf allen Webseiten wiedererkennen, auf denen sein Markerpixel installiert ist.

Jedes Cookie hat zudem eine einmalige ID, die auf dem zentralen Webserver in einer Datenbank gespeichert ist ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK