Preisprüfstatistik 2015 – 29% aller Preisprüfungen enden mit einer Rechnungskürzung

von Michael Singer

Von Michael Singer | Zitierangaben: Vergabeblog.de vom 28/07/2016, Nr. 26797

Es bleibt dabei – beinahe jede dritte Preisprüfung endet mit einer Rechnungskürzung. Zu einem ähnlichen Ergebnis wie in den Vorjahren kam auch die aktuell veröffentlichte Preisprüfstatistik 2015 des BMWi für geprüfte öffentliche Aufträge und Zuwendungen.

Nach einer schrittweisen Steigerung dieser Quote von 24% in 2005 bis 28% in 2010 und 2011, pendelt sich der Anteil der Kürzungen seitdem zwischen 29 und 30% ein.

Im Jahr 2015 wurden 2.584 (Vorjahr: 2.389) öffentliche Aufträge und Zuwendungen mit einer Gesamtsumme von ca. 3,0 Mrd. (Vorjahr: 2,5 Mrd.) Euro geprüft. In 29% der Fälle (gleicher Wert wie im Vorjahr) ergab sich eine Rechnungskürzung aufgrund des Ergebnisses der Preisprüfung. Die Rechnungskürzungen ergaben die Gesamtsumme von 41,8 Mio. (Vorjahr 24,6 Mio.) Euro – eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr, aber ein Einpendeln auf die Kürzungen von 2009 und 2012.

65% aller Preisprüfungen (Vorjahr: 61%) fanden in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfallen statt. 760 Preisprüfungen wurden in Bayern durchgeführt, 502 in Baden-Württemberg und 428 in Nordrhein-Westfalen. Bayern ist damit seit 2009 (mit Ausnahme in 2013) Spitzenreiter bei der Anzahl von Preisprüfungen; Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen wechselten sich hier jeweils zwischen dem 2. und 3. Platz ab. Lediglich in 2013 waren in Baden-Württemberg die meisten Preisprüfungen zu verzeichnen. Unter diesen Top 3 – Ländern ist es aber Nordrhein-Westfalen, das seit 2005 mit einigem Abstand die höchsten durchschnittlichen Kürzungen vorweist ...

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